Laurențiu Sbârcea Solocellist an der Düsseldorfer Symphoniker.

Orpheus Quartett Josep Molina 5 200x300Interview

Laurențiu Sbârcea wurde in Bukarest geboren und hat dort seine Ausbildung an der Universität für Musik als Cellist abgeschlossen.
1. Corina Kiss: Wann und wie sind Sie zum Düsseldorfer Symphoniker gekommen?
L. Sbârcea:
Seit August 1984 bin ich Mitglied bei den Düsseldorfer Symphonikern. Ja, seit achtundzwanzig Jahren als Cellist bei der Düsseldorfer Symphoniker! Hier fand ich viele tolle Kollegen und schöne Atmosphäre, so dass ich bis heute gerne geblieben bin.

2. C.K.: Seit Lange Zeit hatten sich der Chor von Musikverein und Düsseldorfer Symphoniker intensiv mit dem viele Werken auseinandergesetzt. Wie finden Sie das?
L.S.: Durch die intensive Zusammenarbeit der beiden Klangkörper ist ein Zusammenhalt entstanden. Für Musik mit Chorwerken ist der Chor des Musikvereins nicht mehr wegzudenken.

3. C.K. :Die Musikausbildung in Rumänien galt seinerzeit als sehr intensiv und gut. Wie ist bei Ihnen die Leidenschaft zum Cello-Instrument entstanden?
L.S.:
Ich bin in Bukarest aufgewachsen und habe dort die Schule und Teile des Studiums absolviert. Das Studiensystem damals war sehr streng, anspruchsvoll und selektiv, was zu viel Konkurrenz unter den Kommilitonen führte. Meinen musikalischen Werdegang begann ich als Pianist und mit 12 Jahren habe ich das Cello für mich entdeckt und seit dem mit viel Leidenschaft gespielt. Ich kann mir nicht vorstellen ein anderes Instrument zu spielen.

4. Der Cellist Siegfried Palm sagte: das Cello sei das erotischste aller Instrumente. Was sagen Sie dazu?
L.S.:
Ich stimme ihm zu, darüber hinaus finde ich das Cello der menschlichen Stimme am nächsten und ich liebe den Gesang. Der warme Klang des Cellos – italienisch Violoncello genannt – berührt das Herz. Dank des großen Tonumgangs kann es eine enorme Dynamik entwickeln und hat große Komponisten zu alle Zeiten inspiriert.

5. Eines Ihrer Projekte, Orpheus Streichquartett, bringt vier Menschen zusammen. Kammermusik fordert in einer anderen Weise heraus, als es Orchester – Cellist tun. Was mögen Sie besonderes an diese Art des Musizierens?

L.S.:
Ich habe viel kammermusikalische Arbeit schon im Musikgymnasium gespielt und dabei eine ganze Reihe neuer Freunde gekommen. Kammermusik, besonders Streichquartett, ist meiner Ansicht nach die feinste und anspruchsvollste Art des gemeinsamen Musizierens, was letztendlich auch dem Orchesterspiel in ergänzender Weise zu Gute kommt. Für mich sind beide Bereiche essentiell wichtig und machen mir ungeheuer viel Spaß. In der Kammermusik als auch in Orchesterkonzert, wenn es zu partnerschaftlichen Miteinander zwischen Dirigenten und Mitstreitern kommt, kann man neue Impulse bekommen, das jeder diese Bereiche den andere befruchtet.

6. Welche sind die nächsten Projekte?
L.S.:
Meine nächsten Projekte sind unter anderem die Vollendung einiger CDs mit dem Orpheus Quartett und Werken von neu entdeckten Komponisten, dazu kommen Meisterkurse die ich alljährlich gebe und Konzerte im In-und Ausland.

7. Dann, viel Erfolg und ich bedanke mich für das Gespräch.
L.S.:
Ich möchte mich bei Ihnen herzlich bedanken.

 

Dr. Corina Kiss
Dezember 2015

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